Sehenswürdigkeiten

Jahrhunderte lang galt Grevesmühlen als blühender Handelsplatz im Schnittpunkt viel befahrener Fernstraßen. Diese Blütezeit dokumentierte die ökonomische Position der Stadt, ihrer Handwerker und Kaufleute. Im 15. Und 16. Jahrhundert setzte der Niedergang Grevesmühlens ein, vor allem bedingt durch den Rückgang des Landhandels infolge des fortschreitenden Verfalls der Hanse. Handwerk und Gewerbe entwickelten sich in Grevesmühlen nur langsam. Feudale Belastungen, Stadtbrände von 1725 und 1756 sowie Kriegseinwirkungen (unter anderem der Siebenjährige Krieg) hemmten den notwendigen Aufschwung. Um 1800, unter Bürgermeister Voß, erlebte Grevesmühlen eine erste Stadterweiterung. Zu dieser Zeit enstanden die für Grevesmühlen typischen Scheunenviertel an den Stadträndern, die zum Teil noch bis heute erhalten blieben.Kleinindustrielle Betriebe nahmen ihre Produktion auf, unter anderem Ziegelei 1850, Malzfabrik 1878, Molkerei 1890 und Sägewerk 1898. Im Getreidehandel wirkten mehrere Firmen und der Einzelhandel strahlte durch mehrere bedeutende Kaufmannsfamilien auf das Umland aus. Mit der Umsetzung der Sanierungs- und Entwicklungsschwerpunkte wie der Umgestaltung der Hauptgeschäftsstraßen und die Instandsetzung zahlreicher denkmalgeschüzter Gebäude ist es gelungen, Grevesmühlen wieder zu einer liebenswerten Stadt im Nordwesten Mecklenburgs zu machen.