Chronik

 1230

Erstmalige Erwähnung des Ortes Grevesmühlen im Ratzeburger Zentralregister

1262

 Erste urkundliche Nennung der Stadt Grevesmühlen

1314

Unter dem Schutz Dänemarks findet in Grevesmühlen eine „glänzende Fürstenversammlung zwecks Bündnisschlusses zur allgemeinen Aufrechterhaltung von Ordnung und Frieden“.

1359

Herzog Albrecht von Mecklenburg bestätigt Grevesmühlen das Lübsche Recht sowie weit reichende Handelsfreiheiten.

1471

Die Errichtung einer neuen herzoglichen Zollstätte bei Grevesmühlen schränkt den Durchgangshandel immer weiter ein, da die Hansestädte diesen nun immer mehr auf den Wasserweg verlegen.

1525

In Grevesmühlen wird durch Herzog Heinrich V. eine landesherrliche Münzstätte eingerichtet, die dann von Herzog Ulrich II bis 1585 genutzt wird.

1540

Einführung der Reformation in Grevesmühlen

1627

Im Dreißigjährigen Krieg muss Grevesmühlen erstmalig eine kaiserliche Garnison aufnehmen. Die Kontributionen und Einquartierungen saugen die Stadt aus.

1630

Grevesmühlen wird geplündert, über 30 Gebäude werden durch Brandstiftung in Mitleidenschaft gezogen.

1653

Am 22. Juni verleiht Herzog Adolph Friedrich der Schützenzunft Grevesmühlen das Privileg.

1659

Am 15. Juni wird die Stadt durch eine Feuerbrunst fast völlig zerstört. Rathaus, Schloss und Kirche werden bis auf die Grundmauern zerstört und 114 Bürgerhäuser vernichtet.

1663

Turm und Dachstuhl der Kirche können durch Spenden wieder aufgebaut werden

1715

Das Rathaus wird neu aufgebaut

1786

Bürgermeister Voß wirkt in seiner Amtperiode bis 1806 in verdienstvoller Weise für die Stadt. Neue Straßen werden angelegt, Scheunenviertel entstehen außerhalb der Stadt, Strohdächer sind innerhalb der Stadt nicht mehr zulässig.

1790

 An der Nordseite des Marktes wird ein neues fürstliches Haus, das so genannte Amtshaus nach vierjähriger Bauzeit fertig gestellt.

1824

Grevesmühlen erhält eine neue Stadtordnung und erhält nun eine repräsentierende Bürgerschaft

1854

Einweihung des neuen Schulhauses am Kirchplatz für 452 Schulkinder

1856

Die Stadt hat 578 Häuser und 3502 Einwohner. Am 16. Februar wird Rudolph Karstadt in Grevesmühlen geboren, er begründet später den Karstadt-Konzern.

1878

Rudolf Wiechmann erbaut eine Windmühle, die im Stadtgebiet als einzige ihrer Art bis heute erhalten blieb.

1879

Einweihung des Großherzoglichen Amtsgerichtes am Sedanplatz.

1893

Gründung der Malzfabrik Grevesmühlen GmbH

1897

Grevesmühlen erhält nach dem mittelalterlichen Siegelbild sein Stadtwappen und 100 neue Straßenlaternen

1900

Einweihung der Knabenschule

1907

Markt und obere Lübsche Straße erhalten eine Kanalisation

1911/12

Grevesmühlen erhält mit dem Bau des Wasserturms eine zentrale Wasserversorgung. Am 20. Dezember erfolgt die Einführung der Elektrizität.

1914-1918

Mit dem I. Weltkrieg lassen 175 Bürger der Stadt und 66 Einwohner der dazugehörigen Gemeinde ihr Leben.

1918

 Während der Novemberrevolution bildet sich am 12 November ein Arbeiter und Soldatenrat

1920

Grevesmühlen ist Zentrum des Kapp-Putsches innerhalb des Amtes Grevesmühlen.

1921/22

Nach den Plänen des Grevesmühlener Stadtbaumeisters Karl Krämer entsteht das Amtshaus, an der heutigen Goethestraße, das ab 1934 als Finanzamt, zwischen 1952 und1991 als sowjetische Kommandantur und nach einer Sanierung 1994 bis 2005 von der Stadtverwaltung auch als Rathaus genutzt wurde.

1933

Die plattdeutsche Gilde initiiert im Einvernehmen mit dem Rat der Stadt die Einrichtung eines Heimatmuseums. Die entstehende Sammlung wird im Mädchenschulhaus untergebracht.

1934

Neugründung des Kreises Schönberg mit den Ämtern Grevesmühlen und Schönberg, Kreisstadt wird Schönberg

1939-1945

Während des II. Weltkrieges fallen 350 Einwohner der Stadt und der dazugehörenden Dörfer an den Fronten oder sterben in Gefangenschaft

1945

Mit der Besetzung durch amerikanische Kampftruppen endet für Grevesmühlen am 03. Mai der II. Weltkrieg. Einige Tage später übernehmen die Engländer die Stadt. Am 1. Juli besetzt die Rote Armee Westmecklenburg und Grevesmühlen.

1948

Nach den Enteignungen entstehen das Säge- und Betonwerk als erste Volkseigene Betriebe.

1949
Am 02. August wird Grevesmühlen Kreisstadt im Land Mecklenburg Am 07. Oktober erfolgte die Gründung der DDR

1952
Auflösung der Länder. Grevesmühlen bleibt Kreisstadt des neu gegründeten Kreises Grevesmühlen im Bezirk Rostock

2. Februar Gründung des Veb „Diamant“ Bekleidungsindustrie. Er entwickelt sich in den folgenden Jahren zum wichtigsten Industriebetrieb der Stadt und des Kreises Grevesmühlen.

In Santow bildeten die Neubauern eine landwirtschaftliche Produktionsgenossenschaft. Sie gehört ab 1961 zu der 1958 gegründeten LPG Grevesmühlen.

1957
08. September Das Cap Arcona Ehrenmal auf dem Tannenberg wird als letzte Ruhestätte für die Opfer der Schiffskatastrophe vom 03.05.1945 in der Neustädter Bucht übergeben.

1957
Beginn der Bauarbeiten für das AWG Viertel am Questiner Weg als erstes Neubauviertel der Stadt.

1959
Gründung der ersten Produktionsgenossenschaften des Handwerks (PGH)

1967
Fertigstellung des AWG Viertels am Questiner Weg.

1968
Gründung des Betriebsteils Grevesmühlens des VEB Kombinates Getreidewirtschaft in der Lübecker Straße

1970
Das Neubauviertel Ploggenseering wird in zwei Etappen gebaut.

1974/1975
Grevesmühlen hat 11.924 Einwohner

1976
Die Stadt Grevesmühlen begeht vom 03.-11.Juli ihre 750-Jahr-Feier. An der Ernst-Thälmann-Straße wird ein Versorgungszentrum mit Kaufhalle und Restaurant eingeweiht.

1978
9. September Die Umgehunsstraße (heutige B105), mit deren Bau 1976 begonnen wurde, ist durchgängig befahrbahr

1978
Das Neubauviertel Grüner Ring/Kastanienallee entsteht.

1981

1987
Mit dem Neubauviertel „Am Wasserturm“ dehnt sich die Stadt weiter aus.

1989
09. November, Öffnung der DDR – Grenzen zur Bundesrepublik Deutschland

1990
Bei den ersten freien kommunalen Wahlen am 06. Mai erringt in Stadt und Kreis Grevesmühlen die CDU den Sieg. Am 10. September erfolgt der Beschluss der Stadtvertretung zur Überführung von volkseigenem Vermögen in kommunales Eigentum.

1990
Mit der Wiedervereinigung Deutschlands am 03. Oktober bleibt Grevesmühlen Kreisstadt im Bundesland Mecklenburg Vorpommern

1991
Abriss „Hotel zur Börse“. An dieser Stelle erfolgt nun der Neubau der Volks- und Raiffeisenbank in der August-Bebel-Straße.

1991
Am 10. Juni beschließt die Stadtvertretung das „1. Maßnahmeprogramm zur Städtebaulichen Sanierung der Grevesmühlener
Altstadt.

1991
Wird die 1989 begonnene Katholische Nils-Stensen-Kirche geweiht.

1993
Die Malzfabrik Grevesmühlen wird als Einkaufs- und Verwaltungszentrum übergeben

1993
Das DIXI Kaufhaus (heute Marktkauf) wird fertiggestellt.

1994
Einweihung des Gebäudes Goethestraße 1 als neues Rathaus.

3. Mai: Das Heimatmuseum Grevesmühlen hält Einzug in die große Seestraße Den Kern bilden zwei Räume mit Exponaten zur „Cap Arcona“.

12 Juni . Die Stadt Grevesmühlen hat etwa 11.200 Einwohner und wird Kreisstadt des neuen Großkreises Nordwestmecklenburg

1997
Das seit 1928 als Rathaus genutzte Amtshaus am Markt wird Amtsgericht

1998
Der neu erbaute Rathauskomplex hinter dem Amtsgericht wird übergeben.

2001
Sanierung des Amtshauses am Markt

2005
Nach der Modernisierung des Amtsgerichtsgebäudes am Karl-Liebknecht-Platz wird das Amtshaus am Markt Teil des Rathauskomplexes.

2006
Einweihung und Übergabe des Museums- und Vereinshauses am Kirchplatz 5 an die Stadt Grevesmühlen.

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