Sagen- und Märchen aus Grevesmühlen

Riesen, Hexen, Wassergeister, Piraten, Drachen und mancherlei andere sagenhafte Gestalten begleiten uns durch unsere Kindheit und bleiben uns treu bis ins Alter. Sagen haben immer konjunktur, sind modern, zeitlos weise und eng mit dem Ort ihrer Handlung verbunden. Grevesmühlen ist Mitglied der Sagen- und Märchenstraße Mecklenburg Vorpommern. Lassen Sie sich vom Reiz der Märchen und Sagen verzaubern, folgen Sie den Spuren und entdecken unsere Stadt, jenseits von Stress und Hektik.

Die Grevemühlener Heimatsage

Die Grevesmühlener werden seit jeher Krähen genannt und dafür gibt es einen sagenhaften Hintergrund. Zu einer Zeit, als die Stadttore noch neu waren (ab dem 13./14. Jh.) verlor man von den überladenen Erntewagen soviel Heu und Getreide, dass man sich Gedanken über Verbesserungen machte. Ein Fremder erzählte einem Grevesmühlener, dass in seiner Heimat „Weesbäume" (niederdeutsch für „Wiesenbäume") auf die vollen Heufuder und Kornwagen gebunden wurden. Bei der nächsten Ernte stellte der einheimische „Erfinder" dieses als seine Neuerung vor. Nur legte der den Weesbaum quer statt längs zur Fahrtrichtung des Fuhrwerks. Als die begeisterten Ackerbürger vor das Stadttor kamen, passte der meterlange Baum nicht durch. Es wurde stundenlang beratschlagt. Die Stadtrepräsentanten wollten sogar das neue Tor auf den Markt verlegen. Da flog eine Krähe vorbei und rief: „Scharp, scharp, sharp vöhr!" („Scharf vor! - Das scharfe Ende nach vorn.) Der Bürgermeister, der in Sachen Klugheit der Krähe in nichts nachstand, erkannte: „Nehmt das scharfe Ende, die Spitze nach vorn!" Das Fuhrwerk kam nun in die Stadt, und die Bürger wurden seitdem Krähen genannt.
Die nach ihrem Ruf bezeichneten Krähen können sprechen lernen und sind wetterkundige Tiere. Ihr Schrei kündigt Regen und Sturm an, sodass die Bürger der Sage auch den Hinweis auf ein s

 

Plausibler als die Sage ist ein klärender Blick auf die Münzen der Stadt um 1550. Neben Stierkopf und halben Mühlenrad findet sich rechts oben ein krähenartiger Vogel. Es wird als redendes Münzzeichen des städtischen Münzmeisters (ca. 1540-50) Joachim Dalemann (wie Dohlemann) gedeutet. Die Dohle als kleinster, geselliger Krähenvogel mit strenger Rangordnung und einem führenden Männchen, kann ebenso „sprechen" wie andere Krähenvögel. Die Münzen selbst wurden mundartlich wohl Dohlen oder Krähen genannt und dann der Begriff auf die Bürger übertragen.

chnelleres Tempo bei ihrer Aktion bekamen.

 

 

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Buchtipp:


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