"Unser Leben ein Schnellkochtopf?" Kabarettistischer Vortrag mit Annemarie von Gradowski

• Stehen wir nur noch unter Druck?

 

• Sind wir nicht mehr ganz dicht, weil wir für alles offen sind?

 

• Verlernen wir im 21. Jahrhundert zu leben und zu lachen?

 

• Werden wir ein Volk der Erschöpften und Sklaven der Technik?

 

Präventionskabarettistin Annemarie von Gradowski:

 

Meine erste Zigarette mit 15 Jahren hatte bei mir einen durchschlagenden Erfolg: Durchfall und Erbrechen waren das Ergebnis. Doch ... es war schick, ich fühlte mich erwachsen und welterfahren. Und es war modern. Die Sucht hatte mich fest im Griff. Mein erstes Handy löste bei mir die gleichen Symptome aus! Es wurde mein täglicher Begleiter. Es durfte sogar mit auf die Toilette   mehr ...

Mit 47 Jahren wurde ich Nichtraucherin. Und mein Handy, ach … ich vergesse es auch schon manchmal.

 Die meisten Babys, denen man den Schnuller wegnimmt, fangen an zu schreien. Bei uns modernen Menschen, wenn wir da den Stromstecker aus Handy, Internet und Fernseher rausziehen, fühlt sich das bei vielen wie ein Drogenentzug an.

Wir ackern wie blöde, stehen immer unter Druck …sind immer und überall erreichbar. Die Zahl der Krankheitstage hat sich seit dem Jahr 2001 fast verdoppelt. Unzureichende Anerkennung sowie stetiger Personalabbau, keine Möglichkeit der Selbstbestimmung bei der Arbeit und der Druck der Zeitarbeitsveträge können kurzfristig die Folge einer Arbeitsermüdung sein. Langfristig können Depressionen, Herz-Kreislauf-Leiden und Ausgebranntsein folgen. Wir schlucken Pillen damit wir noch besser funktionieren - ein Teufelskreis. Erschöpfung macht sich breit!

Gesunder Stress wird nicht mehr wahrgenommen, sondern viele leiden unter:

• Schlafstörungen, Rückenleiden, Diabetes
• Schmerzen, Tinnitus
• Reiz-und Kränkbarkeit

Hoffnungslosigkeit und Grübelzwang sind an der Tagesordnung.

Wenn wir jetzt nicht gegensteuern und sich alles nur noch um die Arbeit dreht und wir rund um die Uhr erreichbar sind, schreitet die Erschöpfung weiter voran. Aggressive Ausbrüche, Rückzug von Freunden und Familie, Konzentrations-und Gedächtnisprobleme sind die Folge. Lebensfreude und Lebensmut schwinden.

Eine handfeste Depression hat uns fest im Griff. Bitte, lassen Sie es nicht soweit kommen. Wir Menschen sind Naturwesen. Viele Menschen haben das vergessen. Die Natur, schlägt mit all ihrer Macht zurück ... nicht nur auf Herz, Nieren, Galle, Rücken und Magen.

In diesem Vortrag möchte ich Ihnen aufzeigen: Vom ungesunden Traum immer perfekt sein zu wollen. Weniger ist oft mehr.

Zu diesem Vortrag sind alle Frauen und Männer  herzlich eingeladen, die ein Aufrichtiges Interesse am Leben verspüren und sich wieder auf das wesentliche konzentrieren möchten.

Anlässlich des internationalen Frauentages erhalten alle gestressten Frauen ein Glas Begrüßungssekt!

Am 07. März um 19.30 Uhr im Luise Reuter Saal in Grevesmühlen

Ihre Gleichstellungsbeauftragte

Rathausplatz 1, 23936 Grevesmühlen Tel. 03881-723142 d.reschke@grevesmuehlen.de